BERICHT DEZEMBER 2012

Der Grund meine Reise war mit den Spendengeldern das Schulprojekt in dem Dorf KYAMITARA zu starten. Dass in dem Dorf von einer privaten Investorin eine Primary School gebaut werden sollte, erfuhr ich kurz vor meiner Abreise, und daher war mein größtes Interesse diese Frau kennen zu lernen. Beim Gespräch, das ich mit der Frau in Kampala führte, teilte sie mir mit, dass das Schulgebäude zu Schulbeginn fertig sein werde und sie dann ca. 150 Kinder aufnehmen könne. Groß war mein Erstaunen, als ich das sogenannte Schulgebäude im Dorf dann sah. Da ist noch viel Arbeit notwendig, wenn es bis Ende Januar fertig sein soll.

Die Dorfbewohner wollen aber unbedingt, dass die Kinder im nächsten Jahr im Dorf zur Schule gehen können, und wollen bei der Fertigstellung selber mitarbeiten. Zur Inbetriebnahme der Schule wird eine staatliche Kommission in das Dorf kommen und, wenn alles passt, die Lizenz erteilen. Das soll Ende Januar 2013 erfolgen. In der ersten Woche im Februar beginnt das neue Schuljahr. Ich habe in Kampala in der Orient Bank ein Konto eröffnet und das Schulgeld für die 101 Kinder (9,180,000 Uganda Shilling = € 3.030) eingezahlt. Nach Erteilung der Bewilligung durch das Ministerium wird das Geld der Schulbetreiberin überwiesen werden. Um mir ein besseres Bild die Schulen betreffend machen zu können, habe ich die einzelnen Schulen in den Nachbarorten besucht, um mit den Managern und Lehrern die Lage zu besprechen. Es sind dies 2 katholische Volksschulen (Primary School) P1–P5 und eine P6-P7, eine katholische Secondary School (Hauptschule) und eine staatliche Volksschule. Mit der Hilfe von Paolo, dem Dorfchef, und 2 einheimischen Studenten wurde am 28.11. auf dem Dorfplatz mit der Registrierung der Kinder begonnen. Um 10 Uhr waren erst 5 Mütter mit ihren Kindern anwesend, aber innerhalb einer Stunde waren es dann an die 80 Elternteile, die um die Registrierung baten, und stündlich wurden es mehr. Von jedem Kind wurde ein Foto mit dem anwesenden Eltern- oder Großelternteil gemacht und das Alter und die letzte Schulklasse in einer Liste aufgenommen. Gleichzeitig wurden wir informiert, ob sie bei Eltern oder Großeltern wohnen bzw. ob sie Halb- oder Vollwaisen sind.

Der Dorfchef und die anwesenden Lehrer bestätigten die Angaben. Um bei dem großen Durcheinander ein wenig Ordnung in die wartenden Erwachsenen und Kinder zu bekommen, mussten alle eine lange Reihe bilden und einzeln vortreten. Der erste Tag endete nach 5 Stunden mit der Registrierung von 80 Kindern. Am nächsten Tag erschienen pünktlich um 10.00 Uhr wieder viele Kinder mit den Eltern, um sicher aufgenommen zu werden. Da ich nur einen begrenzten Spendenbetrag zur Verfügung hatte, musste ich 63 Kinder auf eine WARTELISTE setzen, in der Hoffnung, dass es uns gelingen wird, bis zum Schulanfang noch Spenden zu erhalten. Es sind dies ca. € 2.000, die es ermöglichen würden, dass auch diese Kinder 2013 zur Schule gehen dürfen!
Bei der Registrierung war es mir ein großes Anliegen, als Erstes den Voll- und Halbwaisen, die bei Großeltern oder Verwandten wohnen, dann den Kindern aus kinderreichen Familien, die bisher kein Kind zur Schule schicken konnten, und Kindern aus sehr armen Familien den Schulbesuch zu ermöglichen.

Von den 101 Kindern, die im Dorf zur Schule gehen werden, gibt es viele, die aus solchen Verhältnissen stammen.
    •    AUS DEM DORF WERDEN 101 KINDER DIE PRIMARY SCHOOL P1-P5 BESUCHEN
    •    IM 7 KM ENTFERNTEN NACHBARDORF KISOJO WERDEN 31 KINDER IN DIE PRIMARY SCHOOL GEHEN
    •    IM GLEICHEN NACHBARDORF WERDEN 27 KINDER DIE SECONDARY SCHOOL BESUCHEN
    •    5 KINDER GEHEN IN DIE SENIOR SCHOOL IN KYENJOJO 27 KM ENTFERNT, DIE BEI VERWANDTEN WOHNEN

Insgesamt konnte ich mit den gesammelten Spenden 164 KINDERN das Schulgeld für 2013 bezahlen. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Spendern im Namen der Kinder herzlich bedanken und Sie bitten uns weiterhin zu helfen. Ich kann Euch nur von den strahlenden Augen der Kinder berichten, als sie erfuhren, dass sie im nächsten Jahr zur Schule gehen dürfen. Andere sind vor mir gekniet und haben sich mit Tränen in den Augen bedankt. Kinder haben mir zum Dank 5 Hühner, Bananen, Mais und rohen Kaffee gebracht. Es ist mir nicht möglich die Freude und Dankbarkeit der Kinder und Eltern in Worte zu fassen - ich kann es nicht! Pepi Gasteiger

 


»Gib den Menschen nicht, was sie wollen, gib ihnen, wovon sie nie zu träumen wagten.«

Diana Vreeland (* 1906 – † 1989)

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