BERICHT Juni 2025

Überprüfung der Schulen im Juni 2025

Wie jedes Jahr überprüfen wir die 3 Primary Schulen und die Secondary Schule, ob alle von uns gesponserten Schüler auch anwesend sind. Wir mussten vor einigen Jahren leider feststellen, dass Schüler, die in das Projekt aufgenommen worden waren, von Lehrern mit Kindern von deren Freunden ausgetauscht wurden. Gleichzeitig mussten wir öfter auch feststellen, dass Kinder von unserem Projekt die Schule gewechselt haben und uns das nicht gemeldet worden ist, damit uns auch für diese Kinder das Schulgeld in Rechnung gestellt werden konnte. Gleichzeitig nützen wir den Besuch der Schulen, um mit den Lehrern Schulprogramme zu besprechen. 


Bei diesem Besuch haben wir erfreulicherweise feststellen können, dass in den 3 Primary Schulen nur 2 Kinder aufgrund von Krankheit fehlten. In der Secondary Schule fehlten wegen des Wechsels in eine andere Schule 6 Studenten.
Wie jedes Jahr findet auch ein Elternsprechtag statt. Bei diesem wurde vermehrt auf die unzureichende Ernährung in den Schulpausen hingewiesen. Besonders die Kinder von KYAMITARA müssen bis zu Schule einen Weg von 45 Minuten zu Fuß bewältigen. Sie erhalten zu Hause kein Frühstück. Ab der 2. Klasse ist es eine Ganztagesschule, beginnt um 8 Uhr und endet um 16 Uhr. Vor einigen Jahre haben wir für jede Schule große Behälter gekauft, in denen Mais gelagert werden kann. Um die Mittagszeit wird der Mais in großen Behältern in Wasser gekocht.

Das gibt eine weiße Brühe, welche die Kinder mittags als Essen erhalten. Nur die Erstklässler erhalten kein Essen, weil sie früher die Schule verlassen können, und sie erreichen ihr Zuhause erst spät am Nachmittag. Das wird ab sofort geändert: Die Kleinen erhalten ab sofort auch eine Tasse Maissuppe. Die Kosten für den Mehraufwand an Maiskolben übernehmen wir. 


Der Schulweg der Kinder aus Kyamitara führt durch den Urwald und sie müssen jeden Tag das Feuerholz für das Mittagsessen einsammeln und mitbringen. Das dauert einige Zeit und daher kamen öfter Kinder zu spät in die Schule und wurden bestraft. Ab sofort wird ein Schüler der 7. Klasse diese Kinder zur Schule und zurück zum Dorf begleiten. 


Wir konnten im Januar für alle Kinder je ein Paar Sandalen verteilen, das waren über 420 Paar Sandalen. Für viele Kinder war es das erste Paar Schuhe. Dadurch können sie nun den weiten Weg zur Schule besonders in der Regenzeit viel besser bewältigen.
Abschließend wurde für das neue Schuljahr beschlossen, dass jedes Dorf einige Sportgeräte selbst anfertigt, da in den Schulen keine vorhanden sind. Wir werden uns bemühen, in Kampala nach Sportgeräten zu suchen und wenn möglich auch zu kaufen.
Die Eltern haben sich sehr gefreut, dass der weiße Mann wieder gekommen ist, viel Neues erzählt hat und auch weiterhin den Kindern hilft.


Wir haben neue Aufgaben erhalten und konnten einige Sachen verbessern - die Reise und der Besuch der Schulen war wieder erfolgreich.

Mit freundlichen Grüßen
Pepi Gasteiger

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